Kirche

Kleiner, flachgedeckter Saalbau aus Feldstein, wohl Anfang des 14. Jahrhunderts. Über dem Westgiebel verschieferter Dachturm von 1868; neugotische Südvorhalle in Backstein. Spitzbogiges Westportal; alle übrigen Öffnungen barock verändert. Ostwand nachträglich durch massive Stützpfeiler verstärkt; die gotische Dreifenstergruppe verändert. 

Barocker Kanzelaltar, Holz (um 1700): der polygonale Korb von korinthischen Säulen und kräftigen Akanthuswangen gerahmt, auf dem gesprengten Giebel draperiehaltende Putten. Kleiner Grabstein zweier Kinder von Plato (+1665).

Text und Foto: © Lukas Verlag

Offene Kirche

Die Kirche in Granzow ist täglich von Ostern bis zum Reformationstag geöffnet.

Kirchengeschichte

Seit 1581 Tochterkirche (Mater conjuncta) von Gumtow. Gumtow gehörte zur Inspektion Dom Havelberg, seit 1868 zur Superintendentur Havelberg, seit 1878 Kirchenkreis Havelberg-Wilsnack, 1950 zusammen mit Gumtow aus dem Kirchenkreis Havelberg-Wilsnack ausgegliedert und in den Kirchenkreis Kyritz eingegliedert. Ab 1968 im Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen, seit 2016 im Kirchenkreis Prignitz.

Das Patronat hatte seit der Auflösung des Domkapitels Havelberg 1819 der Fiskus (Amt Havelberg).

Text: K.-E. Selke