Zur Geschichte der St. Johanniskirche Kietz

St. Johanniskirche in KietzDie St. Johanniskirche Kietz ist ein auf freiem Feld – auf einer Warft stehend – errichteter stattlicher neuromanischer Backsteinbau. Die Erbauungszeit ist 1892 bis 1894. Der Grundriss ist kreuzförmig. Der Haupteingang befindet sich im breit angelegten Westturm. Aus dem Vorgängerbau ist der barocke Altar (1706) mit derben Schnitzereien und wahrscheinlich aus gleicher Zeit auch die Kanzel übernommen worden. Weiterhin bemerkenswert ist der Grabstein des Bartholomäus von Wenckstern von 1553, ein wertvolles Werk der Frührenaissance mit dem Bildnis des Verstorbenen. Die Familie von Wenckstern war eine bedeutende Adelsfamilie der Wische, bevor diese Linie in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts ausstarb.
Nach der Teilung Deutschlands und der Errichtung der innerdeutschen Grenze mit den entsprechenden Sicherungsmaßnahmen auf östlicher Seite, stand die Kirche in unmittelbarer Nähe der Grenze und damit im Sperrgebiet. Eine Nutzung war nicht mehr möglich, sie verfiel zusehends. 
Turm der St. Johanniskirche Kietz Nach der Wiedervereinigung haben Kirchengemeinde und der sich gegründete Förderverein Kietzer Kirche e. V. den Entschluss gefasst, diese Kirche zu sichern, wieder herzurichten und zu einem kirchlichen und kulturellen Mittelpunkt in der Wische, dem nordwestlichsten Zipfel des Landes Brandenburg und unserer Landeskirche zu machen.
Trotz vieler Mühe und Problemen aber mit bewundernswertem Engagement ist das bisher gelungen, auch wenn alle Sanierungsarbeiten einschließlich der restauratorischen Innenausmalung noch nicht beendet sind, was aber mit dem Abschluss der Hüllensanierung zum wesentlichen erreicht werden soll.
Einen interessanten Artikel über die St. Johanneskirche finden Sie hier: Hölzerne Visitenkarten gefunden