Kirche

Feldsteinquaderbau 3. Viertel 13. Jh., mit quadratischem Dachturm in Fachwerk von 1436 (d) über dem Westgiebel. Das Dachwerk mit sekundär verbauten Hölzern von 1266/67 (d), das Dach des Kirchenschiffes 1422 (d) und 1656 (d) erneuert. In der Nordwand zwei bauzeitliche, frühgotische Fenster mit Laibungen in Backstein erhalten, das eine durch Gruftanbau verdeckt. Die übrigen Fenster und das Westportal um 1790 stichbogig vergrößert, ebenso die beiden äußeren Fenster der Dreifenstergruppe in der Ostwand.

Innen Balkendecke und Westempore. Der barocke Kanzelaltar 1. Viertel 18. Jh., unter Verwendung eines älteren Altarretabels, das Patronats-gestühl gleichzeitig.

Im nördlichen, vermutlich im 19. Jh. erneuerten Gruftanbau (ehemals Sakristei) die Mumie des 1702 verstorbenen Ritters Christian Friedrich von Kahlbutz.

Die Orgel 1876 von Friedrich Hermann Lütkemüller aus Wittstock.

Text und Foto: © Lukas Verlag

Kirchengeschichte

Bis 1801 war Kampehl Mutterkirche (von 1540 bis 1801 umfasst die Pfarrerliste elf Namen), 1773-1779 vom Archidiakonat Wusterhausen/Dosse "kuriert", seit 1801 Mater vagans (Filialgemeinde) von Wusterhausen bzw. Köritz, seit 1910 Tochterkirche von Köritz/Kirchenkreis Wusterhausen/Dosse, seit 1968 Kyritz-Wusterhausen.

Letzte Patronin war bis 1945 die (katholische) Fürstin Wanda Blücher v. Wahlstatt, geb. Prinzessin Radziwill.

Text: K.-E. Selke