Die Kirche in Holzhausen

Einschiffiger Feldsteinsaalbau mit Westquerturm, um 1400 erbaut. In der östlichen Giebelwand drei schmale Spitzbogenfenster mit Backsteinlaibung, darüber Backsteinblenden; an den Langseiten des Schiffes je drei Spitzbogenfenster; an der Nord- und Westseite je ein Spitzbogenportal; die große spitzbogige Öffnung von der Turmhalle zum Schiff jetzt vermauert. Erneuerung der Kirche 1699 durch die Brüder Christian Ludwig und Caspar Joachim von Rohr sowie Pastor Christian Schulz.

Seitlich vorschwingende Westempore; in den quadratischen Brüstungsfeldern zwölf Rundbilder der Apostel. An der Langseiten Patronatsgestühl mit bemalten Füllungen. Altaraufsatz inschriftlich 1707 von Jürgen Becker aus Rathenow. Im Hauptfeld Gemälde des Abendmahls, im Aufsatz der Kreuzigung, beides von Schnitzerei gerahmt, als Bekrönung Figur des triumphierenden Christus. Achteckige hölzerne Kanzel, Anfang des 18. Jahrhunderts, mit Akanthusschnitzereien und Stifterwappen.

Text und Foto: © Lukas Verlag

Kirchengeschichte

Nach Einführung der Reformation 1541 war Holzhausen kurzzeitig Mutterkirche/Inspektion Kyritz (1542-1600 drei Pfarrer), ab 1686 Tochterkirche von Zernitz/Superintendentur bzw. Kirchenkreis Wusterhausen, ab 1968 Kyritz-Wusterhausen. 1977 wurde Holzhausen in den Pfarrsprengel Kyritz eingegliedert.

Das Patronat hatte bis 1945 Frau Weule.

Text: K.-E. Selke