Die Kirche in Gantikow

Stattlicher Saalbau aus Feldstein (1. Hälfte des 13. Jahrhunderts), mit eingezogenem rechteckigen Chor und quadratischem verbretterten Dachturm mit hohem Spitzhelm. Im Schiff und Chor Rundbogenfenster, in der Ostwand Dreiergruppe, an der Südseite des Schiffes rundbogiges Stufenportal aus Backstein.

Im Westen Rundbogentür, an der Südseite des Chors erneuerte Spitzbogenpforte; Chor und Schiff ungewölbt, durch hohen Triumphbogen getrennt. Kanzel und Westempore aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ganzfiguriger Doppelgrabstein des Ehepaars Gabriel von der Weyden (+1594) und Margaretha von Lüderitz.

Text und Foto: © Lukas Verlag

Kirchengeschichte

Seit 1340 ist Gantikow Pfarrdorf. Die Reformation wurde 1541 eingeführt. Seitdem hatte Gantikow 16 Pfarrstelleninhaber. Als 1977 der letzte Pfarrer in den Ruhestand ging, wurde die Pfarrstelle nicht mehr wieder besetzt, sondern bis 1993 von Wutike und seitdem von Kyritz verwaltet. Die ebenfalls zum Pfarrsprengel Gantikow gehörende Kirchengemeinde Mechow wird seit 1988 von Gumtow verwaltet.

Das Patronat hatte bis 1945 Frau Doepke.

Text und Foto: K.-E. Selke