Kirche

Ehemalige Gutskapelle, kleiner, schlicht verputzter Saalbau von 1807. Restaurierung 1968/70 und in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. Über dem Westgiebel kleiner Dachreiter mit einer Glocke von 72 cm Durchmesser, 1802 von J. F. Thiele in Berlin gegossen.

In den Chorfenstern Glasmalereien (um 1900), Paulus und Johannes darstellend. Polygonale Kanzel (1. Viertel des 17. Jahrhunderts) in reichen Spätrenaissanceformen, in den Bogenfeldern die Sitzfiguren der schreibenden Evangelisten, farbig gefasst. Sechsseitige hölzerne Taufe, inschriftlich 1652. Ölgemälde der Beweinung (18. Jahrhundert).

Instandsetzung 2006.

Kirchengeschichte

1349 Mutterkirche, 1602 aus Kantow kuriert, 1607 Tochterkirche von Lögow, 1840 Tochterkirche von Wusterhausen/Dosse, 1860 Tochterkirche von Ganzer (Kirchenkreis Wusterhausen). Nach verschiedenen Wechseln im Zuständigkeitsbereich kam Dessow schließlich 1974 als Filialgemeinde zum Pfarrsprengel Lögow.

1975 wurde Trieplatz aus der Kirchengemeinde Tramnitz/Pfarrsprengel Brunn ausgegliedert und nach Dessow eingekircht.

Text: K.-E. Selke