Die Kirche in Dannenwalde

Gotische Feldsteinkirche (2. Hälfte des 14. Jahrhunderts), gestreckter Saalbau; vorgebauter neugotischen Westturm mit schwerem Aufsatz aus Backstein und Feldstein (um 1900); große Glocke 1719 von Christian Heinze in Berlin gegossen. Drei ursprünglich hohe Spitzbogenfenster in der Ostwand zugemauert, ebenso die westlich von zwei gotischen Portalen an der Südseite befindlichen Fenster. Die schweren Stützpfeiler nachträglich gebaut.

Innen: Flachdecke auf Mittelstütze; Westempore mit neuer elektronischer Orgel (seit 2004) im Gehäuse der unbenutzbar gewordenen alten Dinse-Orgel von 1920. Barocker Kanzelkorb mit ionischen Säulchen an den Ecken.

Kirchengeschichte

1545 Mutterkirche (Unica), Inspektion Pritzwalk, seit 1681 Mater vagans von benachbarten Pfarren (Demerthin, Kolrep, Wutike), 1914 Tochterkirche von Demerthin/Kirchenkreis Pritzwalk, 1931 aus dem Pfarrsprengel Demerthin ausgemeindet und mit Pfarrsprengel Kolrep (Kirchenkreis Kyritz, seit 1968 Kyritz-Wusterhausen, seit 2016 Kirchenkreis Pringitz), verbunden. 1814 wurde Friedheim, 1931 Bärensprung eingekircht.

Der letzte Patron war bis 1945 Joachim von Oppen.

Text: K.-E. Selke