Die Kirche in Brunn

Ev. Kirche Brunn
Ev. Kirche Brunn

Rechteckiger Saalbau aus Feldsteinquadern, 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im 30jährigen Krieg teilweise zerstört. Über dem Westgiebel verbretterter quadratischer Dachturm von 1669; seine massive Westwand lässt auf einen ähnlichen mittelalterlichen Turm schließen. Restaurierung 1863-65, dabei die Fenster vergrößert. Spitzbogige Stufenportale auf West- und Südseite (Schiffs- und Chorportal), letzteres vermauert; ebenso der große Spitzbogen zwischen Turm und Schiff.

Taufgestell: Berliner Eisenkunstguss, um 1820. Auferstehungsgemälde, 17. Jahrhundert. Zwei Glocken von 1760 bzw. 1849. Weitere Renovierungen der Kirche 1953 und 1980, bei Letzterer Einbau der Winterkirche unter der Empore und Entfernung der Orgel.

1998 erneute Renovierung und Kauf einer Walcker-Orgel (ca. 1965) von der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Berlin-Kreuzberg, die im Altarraum aufgestellt wurde. Vor der Kirche Granitstele für Conrad und Anton von Romberg, Marmorrelief von F. Drake, 1843.

Kirchengeschichte

1364 Pfarrdorf. Einführung der Reformation 1528 (erster evangelischer Prediger: Georg Pickert). Die Pfarrerliste umfasst 21 Namen. Seit dem Bestehen von Heilbrunn waren die Brunner Pfarrer auch Vorsteher des Heimes. Als der letzte Pfarrstelleninhaber 1967 in den Ruhestand ging, wurde die Pfarrstelle von Wusterhausen verwaltet und 1976 aufgelöst. Seitdem ist Brunn Filialgemeinde von Wusterhausen.

Der Kirchengemeinde gehört außer der Kirche noch das alte Pfarrhaus.

Text: K.-E. Selke