Bericht von der konstituierende Kreissynode in Wusterhausen

von Ev. Kirchenkreis Prignitz

Neustart mit vielen Entscheidungen

Mit einem festlichen Gottesdienst begann am 18. April 2026 die konstituierende Kreissynode des Kirchenkreises Prignitz in Wusterhausen. Für das Miteinander auf der Kreissynode fanden die beiden Pfarrer und stellvertretenden Superintendenten Holger Frehoff und Alexander Bothe im Gottesdienst zur Eröffnung der Synode ein Bild: Es sei wie ein Windspiel, bei dem die klingenden Röhren ganz unterschiedliche Längen und Töne haben und dennoch wunderschön zusammen tönten. Im Vertrauen auf die starke Verbindung „nach oben“ und auf den Heiligen Geist, der für die Verständigung bläst.

Mit 71 Synodalen war die Wahlsynode nahezu vollständig aus allen Regionen des Kirchenkreises vertreten und tagte im Stadtsaal des Hotels Mühlenhof in Wusterhausen.

Diese Kreissynode stand im Zeichen der anstehenden Wahlen für die neue Legislaturperiode. Es ging um Stimmzettel, Mehrheiten, Ämter und Verantwortung und damit um die Frage, wer die Arbeit des Kirchenkreises in den kommenden Jahren prägen wird.

Im Mittelpunkt stand die Wahl des neuen Präsidiums. Zum Präses des Kirchenkreises wurde Gordon Fähling aus Cumlosen mit großer Mehrheit gewählt. Ihm zur Seite stehen künftig Pfarrerin Mareike Sabel aus Wittenberge und Ralf Dülfer aus Havelberg. Gemeinsam übernehmen sie die Leitung der Synode und werden deren Arbeit in den kommenden Jahren prägen.

Mit der symbolischen Übergabe des „Synodenglöckchens“ endete die Amtszeit des bisherigen Präses Christian Kirsch. 24 Jahre lang war er als Präses tätig, zuerst im damaligen Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen und seit 2016 für den Kirchenkreis Prignitz. Gordon Fähling dankte ihm im Namen aller für sein Engagement – in den Ausschüssen, als Landessynodaler und als sichtbarer Vertreter des Kirchenkreises. Auch bei den beiden stellvertretenden Präsides, Pfarrer Lars Haake und Christine Leusmann, bedankte sich die Kreissynode mit anhaltendem Applaus.

In weiteren Wahlgängen wurden der Kreiskirchenrat, zahlreiche Ausschüsse sowie Arbeitsgruppen neu besetzt. Engagierte Mitglieder übernahmen Verantwortung in vielen Bereichen: vom Kirchenland über Finanzen, Strukturen, Migrationsthemen bis hin zur Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien.

Die Synode beschloss weiterhin die Einrichtung einer zweiten Kreispfarrstelle zur besonderen Verfügung. Diese ist für zunächst sechs Jahre angelegt und mit Pfarrer Olaf Glomke bereits besetzt. Er übernimmt künftig als Beauftragter die Verantwortung für die evangelischen Friedhöfe in den Kirchenkreisen Prignitz und Havelland und wurde im Rahmen der Synode feierlich eingeführt.

Ebenso wurde eine auf fünf Jahre befristete Projektstelle für Popularmusik geschaffen, welche künftig neue musikalische Impulse in den Kirchenkreis tragen soll. Auch hier konnte mit Björn Logge bereits ein Verantwortlicher gewonnen werden.

Ein Thema, das viele Synodale bewegt, bleibt die Besetzung des Superintendentenamtes. Die Stelle ist weiterhin vakant. Die Vorschlagskommission arbeitet an einer neuen Ausschreibung, die im Herbst 2026 veröffentlicht werden soll – erstmals auch mit der Option, das Amt im Team wahrzunehmen. Bis dahin führen die stellvertretenden Superintendenten Pfarrer Alexander Bothe und Pfarrer Holger Frehoff die Geschäfte kommissarisch weiter.

Über die eigene Struktur hinaus richtet sich der Blick in die Zukunft: Die Synode beauftragte den Kreiskirchenrat, Gespräche mit dem benachbarten Kirchenkreis Wittstock-Ruppin über mögliche Formen der Zusammenarbeit oder sogar eine gemeinsame Entwicklung zu führen. Der Nachbar-Kirchenkreis hat den Kirchenkreis Prignitz gebeten, diese Gespräche aufzunehmen, da sie perspektivisch zu klein sind, um als eigenständiger Kirchenkreis zu bestehen. Ergebnisse sollen auf der Herbstsynode vorgestellt werden.

Auch die Arbeitsweise der Synode selbst wurde angepasst. Künftig können Kandidatinnen und Kandidaten für Gremien einfacher vorgeschlagen werden – ohne die bisher notwendige Unterstützung von zehn Synodalen. Damit soll Beteiligung erleichtert und Engagement gestärkt werden.

Zudem wurden die verpflichtenden Ausschüsse erweitert: Neben Finanz-, Bau- und Strukturausschuss gehören nun auch ein Pacht- sowie ein Diakonieausschuss fest dazu. Ergänzt wird die Arbeit durch einen geschäftsführenden Ausschuss, der die Themen für die Sitzungen des Kreiskirchenrates vorbereitet.

Herzlichen Glückwunsch, Dank und Gottes Segen allen Gewählten und denen, die nach vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements mit dieser Synode aus Ämtern und Gremien ausgeschieden sind.

Die Herbstsynode wird am 14. November2026 stattfinden, der Ort wird noch bekannt gegeben.

Wahlergebnisse:

Präsidium:
Präses Gordon Fähling
stell. Präsides Pfrn. Mareike Sabl
stellv. Präsides Ralf Dülfer

Kreiskirchenrat:
Präses Gordon Fähling
Nicole Trilck
Susanne Atzenroth
Ralf Dülfer
Martin Kruse
Dr. Henning Hartmann
Christine Leusmann
Jan Tecker Siegel

Rilana Gericke
Katharina Logge-Böhm

Pfr. Alexander Bothe
Pfr. Holger Frehoff
Pfrn. Mareike Sabl
Pfr. Christian Gogoll

Strukturausschuss:
Pfarrer Andreas Deckstrom
Präses Gordon Fähling
Susanne Krau
Pfarrer Alexander Bothe
Dr. Henning Hartmann
Thomas Kern
Anne Petrick
Heiko Kienbaum
Pfarrerin Susanne Michels

Bauausschuss:
Vanessa Berger-Tomajer
Uwe Dummer
Elke Frambach
Pfarrer Holger Frehoff
Klaus-Dieter Graf
Gerhard Gundske
Bernhard Höger
Pfarrer Andreas Deckstrom

Finanzausschuss:
Pfr. Alexander Bothe
Christine Leusmann
Martina Richter
Heidrun Brandt

Pachtausschuss:
Dr. Henning Hartmann
Mike Jahnke
Alexander Liedtke
Christina Stettin
Inga Veurmann
Martin Krebs

Diakonieausschuss:

Pfarrer Lars Haake
Martin Kruse
Daniela Isenberg
Christine Gronau-Aschendorf
Sigrid Rakow
Mirko Samoray

Synodale für die Landessynode:
Präses Gordon Fähling
Ralf Dülfer
Pfrn. Anna Trapp
Pfr. Helmut Kautz

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