Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
27.01.2026, 18:00
Ort: Rathaus Havelberg
Am 27. Januar 1945 erreichten in den Nachmittagsstunden die Soldaten der 1. Ukrainischen Front der Roten Armee in Südpolen das Fabrikgelände von Monowitz und die Lageranlagen von Birkenau und Auschwitz. Sie trafen auf 7.000 erschöpfte und kranke Häftlinge – Frauen, Männer und Kinder. Die Täter waren alle geflohen. Mit dem 27. Januar 1945 beginnt die nicht vergehende Geschichte von Auschwitz-Birkenau. Und so ist dieser Tag Erinnerung an Versagen, Mord und Hass. Seit diesem Tage ist das Grundvertrauen in die religiösen und kulturellen Grundlagen Europas erschüttert.
In Havelberger Rathaus begehen wir zum vierten Mal diesen Gedenktag. In diesem Jahr ist der promovierte Historiker Roland Borchers zu Gast. Er ist stellvertretender Leiter des Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin. Dieser Gedenkort erinnert an das Schicksal der über 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs im Deutschen Reich als Zwangsarbeiter ausgebeutet wurden. Es befindet sich am historischen Ort eines fast vollständig erhaltenen Zwangsarbeitslagers. Da es zwischen Nitzow und Glöwen gleichfalls ein Zwangsarbeiterlager gab, wollen wir dieses Thema in diesem Jahr in das Zentrum unseres Gedenkens stellen.
Und darum herzliche Einladung für Dienstag, 27. Januar, um 18 Uhr in das Havelberger Rathaus.
Programm:
- Begrüßung - Mathias Bölt, Bürgermeister der Hansestadt Havelberg
- Ansprache - Teja Begrich, Pfarrer am Dom zu Havelberg
- Vortrag - „NS-Zwangsarbeit in Havelberg und im Deutschen Reich. Zivilisten, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge“ Dr. Roland Borchers, stellv. Leiter Dokumentationszentrum NS - Zwangsarbeit, Berlin
Musikalisch wird die Veranstaltung vom Heeresmusikcorps Neubrandenburg begleitet.