Die Kirche in Vehlgast

Das erste Gotteshaus in Vehlgast war eine einfache Holzkirche, die im Dreißigjährigen Krieg abbrannte. 1681 wurde mit dem Bau einer Feldsteinkirche begonnen. Die Bauherrin, Katharina von Saldern, stiftete Kanzel und Altar.

Baumeister Lindemann aus Kyritz errichtete erst 1754 einen Turm, und 1768 bekam die Kirche zwei Glocken, die per Schiff auf der Havel vom Glockengießer Thielken aus Berlin antransportiert wurden. Nachdem diese Kirche 1863 einem Brand zum Opfer gefallen war, wurde um 1867 die heutige Dorfkirche, ein neugotischer Backsteinbau mit einem 26 m hohen schiefergedeckten Turm errichtet. Das Innere hat eine einfache Holzdecke und große rundbogige Fenster.

Die Orgel von Johann Wilhelm Grüneberg wurde 1870 von Wittenberge für 200 Reichstaler gebraucht gekauft. Das historische Uhrwerk stammt aus dem Jahre 1924.

Kirchengeschichte

1545 Tochterkirche von Havelberg, 1600 Mutterkirche/Inspektion Wilsnack, 1775 Unica vagans, von Breddin besorgt, 1800 Tochterkirche von Breddin (Superintendentur Dom Havelberg, seit 1868 Superintendentur Havelberg, seit 1878 Kirchenkreis Havelberg-Wilsnack, seit 1997 zum Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen, seit 2016 zum Kirchenkreis Prignitz).

1775 wurden Damerow und Todtenkopf (Waldfrieden), 1800 Saldernhorst, 1950 Klein Damerow und Wendisch Kirchhof eingekircht.

Letzter Patron war bis 1945 Dr. Stickl in Damerow.

Text: K.-E. Selke