Die Kirche in Seddin

Ev. Kirche Seddin
Ev. Kirche Seddin

Feldsteinbau von 1266 (d), mit eingezogenem, ursprünglich holztonnengewölbtem quadratischem Chor. Die Kanten mit behauenen Feldsteinquadern, die Fensterlaibungen in Backstein. Instandsetzung im 15. Jh. Der Westturm 1739 durch Blitzschlag und Brand stark beschädigt und fast vollständig abgetragen, ersetzt durch verbretterten Fachwerkabschluss im Westen, dieser später mit ziegelsichtiger Ausfachung versehen. Die Ostwand des Chores ursprünglich mit lanzettförmiger Dreifenstergruppe. Um 1900 die Fenster des Kirchenschiffes vergrößert. 1904 an der Südseite Vorhalle aus Feld- und Backstein. Südöstlich ein freistehender Glockenturm von 1923 mit historisierender Putzgliederung.

Innen an den Gurtbögen der Decke und an barocker Kanzel Bemalung 1933 durch Robert Sandfort. An der Südwand des Chores ein Figurengrabstein der 1579 verstorbenen Ilse zu Putlitz.

Prachtvolle hölzerne Totenschilde der Gans Edlen Herren zu Putlitz, 18. Jh.

Instandsetzung 2011/12, dabei ein stark beschädigter Figurengrabstein in der Nordwand des Chores und mittelalterliche Wandmalereien an der Ostwand aufgefunden.

Die Orgel 1885 von Albert Hollenbach aus Neuruppin, 1946 restauriert durch W. Sauer aus Frankfurt (Oder) und 2006/07 durch Mecklenburger Orgelbau aus Plau am See.

Die für zahlreiche Konzerte genutzte Hollenbach-Orgel (erbaut 1885) konnte dank vieler Spenden und Initiativen zu Teilen 1996 und vollständig 2006 restauriert werden.

Text und Foto: © Lukas Verlag