Die Kirche in Rosenwinkel

Kleine rechteckige Fachwerkkirche mit hochstehenden, rundbogigen Fenstern, 17. Jahrhundert. Darin zehn Kabinettscheiben, die ältesten von 1657. Neben biblischen Motiven ist auf jeder Scheibe der Name des Stifters vermerkt. Geprägt wird der Raum durch den barocken Kanzelaltar mit geschnitzten Rocaillewangen und Altarschranken, um 1760. Den Hintergrund des Kanzelkorbes bildet ein Kreuzigungsbild. Die Wappen am Kanzelkorb weisen auf die verschiedenen Rittergutsbesitzerfamilien hin.

Hölzerne Taufe in Form eines Säulenstumpfs, um 1800. 1987 wurde nach Abriss des markanten barocken Dachturms der Westgiebel verputzt. Die Glocke, 1760 in Apolda gegossen, hängt in einem Stahlgerüst vor der Kirche. Seit 2003 kümmert sich ein Förderverein um den Erhalt der Kirche.

Kirchengeschichte

Bei Einführung der Reformation 1541 Pfarrort und Mutterkirche in der Inspektion/Superintendentur Kyritz (seit 1968 Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen, seit 2016 Kirchenkreis Prignitz). 1528 wird der erste Pfarrer genannt. Die Pfarrerliste umfasst bis 1966 21 Namen. Seitdem ist die Pfarrstelle unbesetzt und wird zusammen mit der Filialgemeinde Grabow von Dahlhausen verwaltet. Letzter Patron war bis 1945 Herr Bartels.

Das ehemalige Pfarrhaus ist ein stattlicher eingeschossiger Fachwerkbau von sieben Achsen mit hohem Krüppelwalmdach, 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Text und Foto: K.-E. Selke