Die St. Nikolai-Kirche in Pritzwalk

St. Nikolai-Kirche
Foto: © Lukas Verlag

Spätgotischer dreischiffiger Feld- und Backsteinbau, mit außen fünfseitig, innen dreiseitig geschlossenem Umgangschor. Der Westquerturm in Feldstein, der neugotische Aufbau in Backstein mit Spitzhelm 1880–82 nach Plänen von Friedrich Adler.

Um Mitte 13. Jh. als kreuzförmiger Feldsteinbau begonnen mit kurzem Langhaus, breitem Querschiff, Chorschluss mit Apsis und Westquerturm mit gestuftem Portal und Rundfenster. Nach 1300 Umbau des Langhauses zur Halle, mit Aufstockung der Seitenwände in Backstein und neuen Fenstern. 1425 Beginn des Chorneubaus mit Nebenkapellen, Weihe 1441. An der Südseite zweigeschossige Kapelle Ende 15. Jh., in die südliche Querschiffswand ein reichprofiliertes Portal eingefügt, darüber großes Fenster. Das Dachwerk des Schiffes und Teile der Turmspitze bei großem Stadtbrand 1821 vernichtet. Danach allmählicher Wiederaufbau.

St. Nikolai Pritzwalk
Foto: © Lukas Verlag

Innen mit reichem Gewölbe auf Rundpfeilern. 1880–1882 Einbau der neugotischen Emporen und die Raumfassung in Weiß. Der Innenraum 1960 restauriert. Der zweigeschossige vielfigürliche Schnitzaltar, Anfang 15. Jh., mit der Figur der hl. Anna selbdritt, aus der ehemaligen Wallfahrtskirche in Alt Krüssow, zwischenzeitlich hier aufgestellt.

Die sonstige Innenausstattung neugotisch um 1882. Mehrere Orgeln zwischen 1580, u.a. von Hans Scherer aus Hamburg, und 1748, von Gottlieb Scholze aus Neuruppin, durch Brände zerstört. Neubauten 1831/32 durch Friedrich Turley aus Perleberg und 1923 durch Alexander Schuke aus Potsdam.