Wort zur Woche

30.12.2017 08:00 von Dr. Elisabeth Hackstein

Mit Gott durchs neue Jahr

In dem Lied „I did it my way“ singt Frank Sinatra: „Jetzt naht das Ende und vor mir liegt der letzte Vorhang... Ich habe ein erfülltes Leben gelebt... und mehr als das: Ich hab's auf meine Art getan.“

Sinatras Lied ist ein Rückblick auf ein erfolgreiches Musikerleben. Und wenn ein Lebensabschnitt wie dieses Jahr zu Ende geht, ziehen auch manche von uns Bilanz. Was habe ich mir vorgenommen, was war gut, was ist misslungen. Wenn wir auf das zu Ende gehende Jahr schauen, konnten wir das Jahr auf unsere Weise leben, unsere Pläne verwirklichen? Sinatra singt: „Was ist ein Mann, was hat er denn schon? Wenn nicht sich selbst, so hat er nichts.“

Ich bin meinen Weg aus eigener Kraft gegangen, das war sein Rückblick, als er die Bühne verließ und ich mag dieses selbstbewusste Lied. Wäre es nicht schön, wenn auch wir im Rückblick auf das letzte Jahr mit Überzeugung sagen könnten: Ich bin meinen Weg gegangen, und das aus eigener Kraft?

Bei aller Freude an diesem Lied, mein Leben allein aus eigener Kraft gehen zu müssen, das ließe mich so manches mal verzweifeln. Denn ich weiß, wie oft schon meine Pläne durchkreuzt wurden und dass meine Kraft Grenzen kennt. Und wenn ich mit Zufriedenheit auf das letzte Jahr schaue, dann tue ich vor allem in Dankbarkeit. Ich denke an den Psalm 62: „Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht wanken werde.“ Der Psalmbeter weiß, dass sein Leben in Gott ruht. Auf ihn kann er sich verlassen und auf Gottes zuverlässige Hilfe und Führung vertrauen.

Was das neue Jahr bringen wird, beschäftigt so manchen von uns. Wird es Gesundheit oder Krankheit bringen, den ersehnten beruflichen Aufstieg oder den Verlust eines nahe stehenden Menschen? Welche Freuden, welche Enttäuschungen auf uns warten, ist ungewiss. Und ob es ein gutes Jahr wird, wissen wir erst in der Rückschau. Aber ich vertraue darauf, dass ich das neue Jahr nicht allein bewältigen muss. Welche Herausforderungen auf auch mich warten, ich muss mich nicht sorgen, weil ich darauf vertraue, dass ich einen starken und zuverlässigen Begleiter an meiner Seite habe, auf dessen Hilfe ich mich felsenfest verlassen kann.

In das nächste Jahr will ich von Sinatra das Zutrauen zu mir selbst mitnehmen, dass ich meinen Weg gehe und mein Bestes gebe. Und von dem Psalm will ich mitnehmen, dass ich mich nicht sorgen muss, weil ich das Jahr nicht allein bewältigen muss, denn Gott ist „mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht wanken werde“.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Nachrichten aus dem Kirchenkreis

veröffentlicht 16.04.2018 14:44

Fotowettbewerb der Kirchengemeinde Pritzwalk

Am 21.04.18, wenn der „Musikalische Frühling“ in der Pritzwalker Innenstadt gefeiert wird, startet die Pritzwalker Kirchengemeinde einen Fotowettbewerb für die Neuauflage des Kalenders 2019.

Weiterlesen …

veröffentlicht 13.04.2018 13:40

Falsche E-Mails im Umlauf

Aktuell sind gefälschte E-Mails im Umlauf, die suggerieren, der Kirchenkreis Prignitz bitte auf diesem Wege um Spenden. Im Betreff steht: Ev. Kirchenkreis Prignitz Über Spenden für die Finanzierung unserer Gemeindearbeit freuen wir uns.
Die E-Mail ist dabei in eher schlechtem Deutsch verfasst.

Weiterlesen …

veröffentlicht 11.04.2018 15:27

Stellenausschreibung des Kirchenkreisverbandes

Der Evangelische Kirchenkreisverband Prignitz-Havelland-Ruppin ist die Verwaltungseinrichtung für die Kirchenkreise im Nordwesten der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mit Standort in Kyritz.

Weiterlesen …

veröffentlicht 11.04.2018 11:01

10. Elbe-Kirchentag am 8. Sept. 2018 in Bleckede

Der Elbe-Kirchentag findet dieses Jahr am Samstag, den 8. September 2018 von 10 – 17 Uhr in Bleckede statt. Seit 2008 laden Kirchengemeinden aus verschiedenen Landeskirchen entlang der Elbe jährlich zum Elbekirchentag ein.

Weiterlesen …

veröffentlicht 10.04.2018 13:33

Verabschiedung und Begrüßung am Ostersonntag

Gut besetzt war am Ostersonntag die Wittenberger Stadtkirche, aber nicht etwa, weil der „Osterhase“ für die anwesenden Kinder etliche Osternester versteckt und mit Eiern versehen hatte: In einem feierlichen Gottesdienst wurde der langjährige Kreiskantor Johannes Wauer aus seinem Dienst verabschiedet.

Weiterlesen …