Wort zur Woche

16.12.2017 08:00 von Pfarrer Johannes Kölbel

Zwischen Tür und Angel

Ich kenne das. Eine Tür geht auf und heraus kommt ein alter Bekannter. Er hat es eilig. Ich auch. Er will raus und ich will rein. Plötzlich entspinnt sich ein tiefes, ungeplantes Gespräch. Ich spüre einen besonderen Reiz im Gehen zu stoppen,anzuhalten und innezuhalten. Eine sich spontan bietende Chance zum Austausch will ich nutzen. Wer weiß wann wir uns wiedersehen.

Zwischen Tür und Angel, eigentlich ein sehr kleiner Spalt materiell gesehen, genau dort entwickelt sich eine Weite und Tiefe, die ich sonst bei langen Sitzungen und ewigen Diskussionen vermisse. Eigentlich ist keine Zeit zum Reden da. Eigentlich braucht es Stühle, eine geschlossene Tür hinter der man sitzt und vor der Andere warten. Eigentlich...Und dann ist es doch so wesentlich!

Zwischen Tür und Angel sich zu begegnen ist eine Lust, ist eine Freiheit, ist eine Kunst und ist eine Fügung, vielleicht sogar göttlich. Nichts zwingt uns zu bleiben. Lächeln oder gar Weinen entstehen ungeplant und unkontrolliert. Die Körper sprechen mit ihrer Haltung, in der Geste und im Gesichtsausdruck. Und zwischen den Worten steht so viel geschrieben. Die Tür als Grenze zwischen Drinnen und Draußen verschwindet, spielt keine Rolle mehr. Ich habe Lust auf Gespräche zwischen Tür und Angel. Was da passiert ist nicht genau zu begründen. Ich denke: Da ist eine Sehnsucht nach einem offenen und spontanen Austausch, den ich sonst vermisse. Da ist eine Sicherheit, sich bei Bedarf rausnehmen zu können.

Zu viele Türen verhindern Begegnungen, sind zu oft und zu lange verschlossen oder stehen unbedacht, sperrangelweit offen. Pendeltüren üben einen besonderen Reiz auf mich aus, beispielsweise in Restaurants zwischen dem Gästeraum und der Küche. In der Bibel (im Johannes-Evangelium Kapitel 10 Vers 9) spricht Jesus davon, dass er selbst eine Tür ist. Zu Weihnachten feiern wir Jesus als Pendeltür zwischen Himmel und Erde, zwischen Mensch und Gott. Hören und schauen Sie mal genau, was in der Advents-und Weihnachtszeit zwischen Tür und Angel passiert. Jesus könnte dabei sein.

Ich kenne das. Eine Tür geht auf und heraus kommt ein alter Bekannter. Er hat es eilig. Ich auch. Er will raus und ich will rein. Plötzlich entspinnt sich ein tiefes, ungeplantes Gespräch. Ich spüre einen besonderen Reiz im Gehen zu stoppen,anzuhalten und  innezuhalten. Eine sich spontan bietende Chance zum Austausch will ich nutzen. Wer weiß wann wir uns wiedersehen.

Zwischen Tür und Angel, eigentlich ein sehr kleiner Spalt materiell gesehen, genau dort entwickelt sich eine Weite und Tiefe, die ich sonst bei langen Sitzungen und ewigen Diskussionen vermisse. Eigentlich ist keine Zeit zum Reden da. Eigentlich braucht es Stühle, eine geschlossene Tür hinter der man sitzt und vor der Andere warten. Eigentlich...Und dann ist es doch so wesentlich! Zwischen Tür und Angel sich zu begegnen ist eine Lust, ist eine Freiheit, ist eine Kunst und ist eine Fügung, vielleicht sogar göttlich. Nichts zwingt uns zu bleiben. Lächeln oder gar Weinen entstehen ungeplant und unkontrolliert. Die Körper sprechen mit ihrer Haltung, in der Geste und im Gesichtsausdruck. Und zwischen den Worten steht so viel geschrieben. Die Tür als Grenze zwischen Drinnen und Draußen verschwindet, spielt keine Rolle mehr. Ich habe Lust auf Gespräche zwischen Tür und Angel. Was da passiert ist nicht genau zu begründen. Ich denke: Da ist eine Sehnsucht nach einem offenen und spontanen Austausch, den ich sonst vermisse. Da ist eine Sicherheit, sich bei Bedarf rausnehmen zu können. Zu viele Türen verhindern Begegnungen, sind zu oft und zu lange verschlossen oder stehen unbedacht, sperrangelweit offen. Pendeltüren üben einen besonderen Reiz auf mich aus, beispielsweise in Restaurants zwischen dem Gästeraum und der Küche. In der Bibel (im Johannes-Evangelium Kapitel 10 Vers 9) spricht Jesus davon, dass er selbst eine Tür ist. Zu Weihnachten feiern wir Jesus als Pendeltür zwischen Himmel und Erde, zwischen Mensch und Gott. Hören und schauen Sie mal genau, was in der Advents-und Weihnachtszeit zwischen Tür und Angel passiert. Jesus könnte dabei sein. Und seien Sie herzlich willkommen in den Kirchen zu den Weihnachtsgottesdiensten. Sie können kommen und können gehen, ohne Bekentnis und ohne Begründung!

Und seien Sie herzlich willkommen in den Kirchen zu den Weihnachtsgottesdiensten. Sie können kommen und können gehen, ohne Bekentnis und ohne Begründung!

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