Moment Mal

24.12.2017 08:00 von Andreas Ruthard

Er kommt zu uns!

In einem Spruch heißt es "Viele wollen Gott sein, doch nur ein Gott ist bereit, Mensch zu sein!" Dazu folgende wahre Begegbenheit, an die sich manche noch erinnern: Bei einem Grubenunglück im Sommer 2010 in der Kupfermine San José in Chile wurden 33 Bergleute in 622m Tiefe verschüttet. Eine einzigartige Rettungsaktion wurde 2 Monate lang vorbereitet, bevor die eigentliche Rettung beginnen konnte. Ein Rettungsschacht musste gebohrt werden, durch den die Rettungskapsel hinuntergelassen wurde. Ein einzelner Mann konnte mit enganliegenden Armen darin stehen. Der Rettungsschacht verlief nicht senkrecht, sondern kurvig. Würde die Kapsel stecken bleiben? Testläufe wurden gemacht – alles verlief gut.

Ein Mann wurde gesucht, der bereit war, im Test mit der Kapsel hinunter- und hinaufzufahren. Florencio Avalos, ein Vorarbeiter, dessen Bruder und Schwager auch unten eingeschlossen waren, erklärte sich dazu bereit. Danach fuhren mit der Kapsel die Ersthelfer zu den Bergleuten hinab, darunter ein Rettungsspezialist und ein Marinesanitäter. Sie instruierten die Kumpel für die Auffahrt und führten letzte medizinische Untersuchungen durch. Anschließend wurde Mann für Mann gerettet. Der Schichtführer und Chef der verschütteten Mineros in der Atacama-Wüste, Luis Urzúa, stieg als Letzter der 33 aus der Rettungskapsel "Fénix 2" – mit seinem weißen Grubenhelm auf dem Kopf und einer chilenischen Flagge auf der Schulter.

In dem Moment wurden die Glocken in ganz Chile geläutet, und die Menschen strömten zu Tausenden auf die Straßen zwischen Arica im Norden und Punta Arenas im Süden. Im "Hoffnungscamp", wo seit zwei Monaten Angehörige und Journalisten ausharrten, sangen die verbliebenen Familienangehörigen vor ihren Zelten bei Lagerfeuern gegen die Kälte an. Zum Schluss verließen die Ersthelfer den unterirdischen Stollen mit den Worten: "Mission erfüllt, Chile!".

Was hat das mit Heilig Abend zu tun! Nun, auch wir können verschütt gehen. Verschüttet in Schuld und menschlichem Versagen; verschüttet in den Anforderungen des täglich Lebens. Wo die Antwort nach dem Sinn und Ziel unseres Lebens auf der Strecke bleibt. Wir halten den Kopf über Wasser, überleben – wie die Bergleute im Bergstollen über zwei Monate. Wissen um ein Leben `an der Sonne` und finden es doch nicht. Versuchen uns zu trösten und sind doch ohne Trost.

Doch Gott sieht uns! Und um uns Seine Liebe zu zeigen, hat Er in einer einzigartigen Rettungsaktion Seinen Sohn, Jesus Christus zu uns geschickt. Jesus kam zu uns auf die Erde als Mensch! Er ist zu uns hinabgekommen, wie die Retter in die unterirdische Höhle zu den Bergleuten. Streckt uns die Hand entgegen und lädt uns zu sich ein. Die Bergleute haben sich ihren Rettern anvertraut und kamen aus ihrem dunklen Loch heraus – zurück ins Leben! Nichts anderes will Jesus Christus uns geben! Er selbst ist Gottes Geschenk an uns! Nehmen Sie dieses Geschenk Gottes an – Jesus Christus selbst und laden sie Ihn ein, in Ihr Leben zu kommen! Das ist der wahre Sinn von Heilige Abend – so wird dieser Tag zum Fest!

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen gesegnete Feiertage!

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