Veränderungen bei den Gottesdiensten

27.02.2015 10:13 von Pfarrer Valentin Kwaschik

Gottesdienst feiern kann bedeuten, etwas von der Gemeinschaft zu spüren, die uns Glaubende in der Kirche verbindet. Gemeinsam Gott danken, loben und ihn um Beistand für unseren Alltag bitten. Aber auch im Gespräch darüber sein, was uns gerade beschäftigt, wo der Schuh drückt. Jesus sagt: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Im Gottesdienst tanken Menschen auf, nehmen gute Gedanken mit und spüren, dass sie von Gott angerührt werden. Manchmal nur ganz fein und zwischen den Zeilen. Gottesdienste, Andachten, gottesdienstliches Leben ist wichtig. Hier merke ich, in welche Gemeinschaft ich getauft bin. Letztlich wird hier spürbar, was eigentlich Gemeinde ausmacht: Füreinander dasein und sich von Gott getragen fühlen. Daran soll nicht gespart werden.

Ich fange jetzt hier neu an. Die Fülle der Gottesdienststandorte nötigt mich dazu, über einen machbaren Gottesdienstplan nachzudenken. Dazu habe ich den Visitationsarbeitskreis eingeladen, da dort Vertreter fast aller Gemeinden mitarbeiten. Gemeinsam haben wir einen Vorschlag erarbeitet, der versucht die Bedürfnisse aller Gemeinden und meine eigenen zu beachten.
Leitgedanken dazu waren:

  • Es soll Zeit geben, um bei Bedarf nach dem Gottesdienst noch im Gespräch zu sein.
  • Gottesdienste sollen regelmäßig und zu gleichen Zeiten stattfinden, damit jede/r sich darauf einstellen kann.
  • Einmal im Monat gibt es keinen Gottesdienst, damit ich als Pfarrer auch in den Gottesdienst gehen kann, um selber aufzutanken.
  • Es soll nicht weniger Gottesdienste geben als bisher. Das sind wenig genug für die einzelnen Gemeinden. Damit ändern sich vor allem folgende Dinge:
  • Es wird auch an anderen Tagen in der Woche Gottesdienste im Sprengel geben.
  • In Nebelin, Laaslich, Mesekow, Karstädt und Premslin wird es Nachmittag- oder Abendgottesdienste geben.
  • Einmal im Monat ist im ganzen Pfarrsprengel kein Sonntagsgottesdienst.

Der neue Predigtplan soll zunächst bis zum Sommer erprobt werden.
Rückmeldungen dazu sind ausdrücklich erwünscht.

Ich lade sie alle herzlich ein, miteinander und mit mir ins Gespräch zu kommen, was wir alle eigentlich von einem Gottesdienst erwarten? Was ist uns wichtig? Was stört uns? Was könnte meinen Gottesdienstbesuch befördern? Oder brauche ich ein anderes Format, um mit anderen ins Gespräch zu kommen und Gottes Dienst an mir zu feiern? Nach der Sommerpause wird die Erprobungsphase ausgewertet, um dann einen Gottesdienstplan für die Zukunft festzulegen. Mögen alle Gottesdienste unsere Gemeinschaft stärken.

Pfr. i.E. Valentin Kwaschik

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