Die Kirche in Blumenthal

Rechteckige flachgedeckte Feldsteinkirche (Saalbau), ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert, 1877 Bau des neugotischen Backsteinturms im Westen und rundbogige Veränderung der Fenster. Südlich vom Turm wurde nach 1950 ein Gemeinderaum (Luthersaal) angebaut.

In ursprünglicher Form ist nur die Ostwand mit zwei Stichbogenfenstern erhalten. Innen 1954-60 restauriert, dabei farbige, von Lothar Mannewitz aus Rostock entworfene Ostfenster eingebaut. Hufeisenförmige Westempore, darüber die Decke zur Aufnahme der Orgel zeltartig erhöht. Die Orgel 1805 von Johann Christian Kayser für die Kirche in Röhrsdorf/Sachsen erbaut und 1890 durch Friedrich Hermann Lütkemüller nach Blumenthal umgesetzt.

Hölzerne polygonale Kanzel, 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, ehemals Teil eines Kanzelaltars: von diesem auch drei kleine Gemälde an der Westempore mit den Evangelisten Markus und Matthäus und Wappen.

Kirchengeschichte

Bereits 1303 als Pfarrort genannt, 1558 Mutterkirche (Inspektion Kyritz), bis 1549 mit Tochterkirche Breitenfeld, 1581 von Dahlhausen "kuriert", 1600 eigener Pfarrer, seit 1604 Tochterkirche von Dahlhausen (Kirchenkreis Kyritz, seit 1968 Kyritz-Wusterhausen, seit 2016 Kirchenkreis Prignitz). Seit 1850 ist Heidelberg (Ortsteil von Langnow) eingekircht.

Letzter Patron war bis 1945 Wichard von Möllendorf auf Horst.

Text: K.-E. Selke